Sie benötigen einen Termin oder haben Fragen?
Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur
Konservative und operative Therapieoptionen
Unser Ärzte-Team ist auf Erkrankungen und Verletzungen der Schulter spezialisiert.
Jede Behandlung beginnt bei uns zunächst mit einer sorgfältigen Untersuchung und einer präzisen, individuellen Diagnostik. Anschließend setzen wir auf bewährte konservative Therapien. Erst wenn diese vollständig ausgeschöpft sind, aber keine ausreichende Besserung eintritt, raten wir zu einer Operation – und führen diese, wann immer möglich, minimal-invasiv und besonders gewebeschonend durch.
Im Fall einer Operation profitieren unsere Patienten von der umfassenden operativen Expertise von Dr. med. Isabel Winter in der Schulterchirurgie.
12000
Arthroskopien der Schulter
8000
Naht der Rotatorenmanschette
4000
Stabilisierungs-Operationen
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers – und so zugleich besonders anfällig für Verletzungen wie auch Verschleiß. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Verletzungen und Risse der Rotatorenmanschette, Engpasssyndrome wie das Impingement, Instabilitäten und Luxationen, sowie Kalkschulter, Arthrose und Verletzungen der Bizepssehne. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Krankheitsbilder der Schulter und die jeweils geeigneten Therapien.
Der Gelenkkopf des Oberarmknochens ist nicht fest in der Gelenkpfanne verankert, sondern wird von einem Ring aus Sehnen und Muskeln geführt. Dieser Ring wird Rotatorenmanschette genannt. Er sorgt für die Stabilisierung und Drehbarkeit des Gelenks in alle Richtungen. Sind Sehnen beschädigt oder gerissen (Ruptur), drohen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und die Muskulatur verkümmert.
Im Rahmen einer operativen Therapie fixieren wir die gerissene Sehne wieder am Oberarmknochen. Je nach Beschwerdebild setzen wir dazu eine minimal-invasive rekonstruktive Arthroskopie oder ein arthroskopisch begleitetes Mini-Open-Verfahren ein. In jedem Fall ist die gewebeschonende Operationstechnik entscheidend für das langfristige Heilungsergebnis.
Beim Impingement-Syndrom reiben die Sehnen der Rotatorenmanschette und das Schulterdach (Acromion) aneinander und verursachen dadurch starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die Enge zwischen Oberarmkopf und Schulterdach kann an einer ungünstigen Form des Schulterdachs oder am Verschleiß des Schultereckgelenkes liegen. Werden die Sehnen immer wieder gequetscht, kommt es zu einer Sehnenreizung – sie kann zu einem chronischen Sehnenverschleiß bis hin zum Sehnenriss führen.
Im Rahmen einer operativen Therapie können wir Sehnenrisse arthroskopisch versorgen, entzündete Schleimbeutel entfernen oder Knochenvorsprünge und Verknöcherungen abtragen. Alle operativen Maßnahmen haben das Ziel, den Raum unter dem Schulterdach zu erweitern – und so dem komplexen Schultersystem wieder Stabilität und Beweglichkeit zu verschaffen.
Wenn der Oberarmknochen aus der Schulterpfanne herausrutscht, etwa durch einen Sturz oder sportliche Aktivität, kann es zu einer Schulterluxation kommen. Die Ausrenkung ist mit starken Schmerzen verbunden und kann gravierende Folgen haben. Denn durch die Schädigung von Weich- oder Knochenteilen kann das Schultergelenk chronisch instabil werden und sich auch bei alltäglichen Verrichtungen immer wieder auskugeln. Auch angeborene Formen der Schulterinstabilität können zu ähnlichen Funktionseinbußen führen.
Im Rahmen eines operativen Eingriffs beheben wir die vorhandene Schäden – je nach Ausmaß und genauer Lokalisation, etwa an der stabilisierenden Gelenklippe, der Gelenkkapsel oder dem Knochen der Gelenkpfanne – und stellen die natürliche Anatomie wieder her. Der Eingriff erfolgt arthroskopisch, um den empfindlichen Weichteilmantel rund um das Gelenk zu schonen und eine möglichst schnelle sowie vollständige Heilung zu ermöglichen.
Bei einer chronischen Schulterinstabilität ist das Schultergelenk dauerhaft zu locker, sodass der Oberarmkopf nicht sicher in der Gelenkpfanne geführt wird. Häufig entsteht dies nach einer ausgekugelten Schulter (Luxation), kann aber auch durch wiederholte Überlastung oder eine angeborene Bindegewebsschwäche begünstigt werden. Typische Beschwerden sind ein Gefühl der Unsicherheit oder „Weggleiten“ der Schulter, Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, Kraftverlust sowie wiederholte Ausrenkungen des Gelenks.
Die Therapie richtet sich nach Ursache, Ausmaß der Instabilität und den individuellen Anforderungen der Patienten. In vielen Fällen kann Physiotherapie helfen, um die stabilisierende Muskulatur der Schulter zu stärken und die Bewegungskoordination zu verbessern. Bei anhaltender Instabilität oder wiederholten Luxationen kann eine operative Stabilisierung sinnvoll sein.
Bei einer Verletzung oder einem Riss der Bizepssehne bzw. des Bizepssehnenankers (SLAP-Läsion) werden eine oder mehrere Sehnen, die den Bizepsmuskel mit dem Knochen verbinden, teilweise oder vollständig durchtrennt. Mögliche Auslöser sind Überbeanspruchung, akute Verletzungen sowie degenerative Veränderungen. Typische Symptome sind ein plötzlicher starker Schmerz oder sogar ein hörbares Knallgeräusch. Häufig treten Schwellungen und Blutergüsse auf.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß des Risses und den individuellen Anforderungen des Patienten. Teilrisse oder Verletzungen bei Personen mit geringeren funktionellen Ansprüchen können oft konservativ mit Physiotherapie und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Bei vollständigen Rissen – insbesondere bei jüngeren oder körperlich aktiven Patienten – ist meist eine Operation zu empfehlen, um die Sehne wieder stabil am Knochen zu fixieren und die volle Kraftfunktion wiederherzustellen.
Das Acromio-Clavicular-Gelenk (AC-Gelenk) ist das kleine Gelenk zwischen dem höchsten Punkt des Schulterblatts, dem Acromion, und dem Schlüsselbein (Clavicula). Die Arthrose an diesem Gelenk tritt häufig bei älteren Menschen auf sowie bei Personen, die über viele Jahre hinweg ihr Schultergelenk stark belastet haben. Typische Symptome sind Schulterschmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung und Röntgen oder MRT.
Die konservative Therapie umfasst Medikamente und Injektionen zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen sowie Physiotherapie. Falls dies nicht ausreicht, kann ein arthroskopischer Eingriff infrage kommen. So wird etwa bei der Resektion des lateralen Clavicula-Endes ein kleiner Teil des Schlüsselbeins entfernt, um den Druck und die Reibung im Gelenk zu verringern. In seltenen Fällen kann auch eine Rekonstruktion oder Stabilisierung des Gelenks erforderlich werden.
Eine Verletzung am Acromio-Clavicular-Gelenk tritt häufig bei sportlichen Aktivitäten oder Unfällen auf, insbesondere bei Stürzen auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm. Die Verletzungen sind vielfältig und reichen von einer einfachen Überdehnung der AC-Bänder über deren Riss bis hin zur Luxation des Schlüsselbeins (sogenannte „Gelenksprengung“). Symptome sind starke Schmerzen an der Oberseite der Schulter, Schwellungen und Blutergüsse rund um das Gelenk, sowie Bewegungseinschränkungen und ein Gefühl der Instabilität.
Bei einigen ausgeprägten Formen der Schultereckgelenksprengung, bei denen die Bänder vollständig gerissen sind, lässt sich das Gelenk nur durch eine Operation korrekt und stabil wiederherstellen. Unsere Schulterspezialisten führen diese Stabilisierungs-OP minimal-invasiv durch. Mittels zweier Nahtsysteme wird das Gelenksystem fixiert, was für eine schnelle Rekonvaleszenz sorgt. Bei bereits chronischen AC-Gelenksprengungen wird der Eingriff durch eine biologische Rekonstruktion mit körpereigenen Sehnen ergänzt.
Bei einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea) lagern sich kalkartige Kristalle in den Sehnen der Rotatorenmanschette ab. Typisch sind plötzlich einsetzende, sehr starke Schulterschmerzen, die häufig in den Arm ausstrahlen. Viele Betroffene haben zudem Schwierigkeiten, den Arm zu heben oder zu drehen. Aufgrund der Schulterschmerzen kommt es häufig zu einer Schonhaltung, die wiederum zu einer schmerzhaften Funktionseinschränkung führen kann.
Neben medikamentöser Therapie, Kühlen und Kortisoninjektionen ist die Stoßwellentherapie eine erfolgreiche Behandlungsmethode bei Kalkschulter. In schweren Fällen oder wenn konservative Behandlungen versagen, können die Kalkablagerungen mit einer arthroskopischen Operation entfernt werden.
Die „Frozen Shoulder“ ist eine Funktionsstörung der Schulter, die durch Steifheit und Bewegungseinschränkungen gekennzeichnet ist. Sie kann ohne äußere Ursache auftreten, als Folge einer anderen Krankheit oder Verletzung, oder auch infolge arthrosebedingter Schäden. Es kommt zu einer Entzündung der Gelenkkapsel mit Verklebungen und Verwachsungen. Im weiteren Verlauf kann daraus eine schmerzhafte und langwierige Einschränkung der Schulterbeweglichkeit entstehen. Auch eine Einsteifung des Gelenks ist möglich.
Bleiben konservative Therapien erfolglos, kann eine arthroskopische Operation in vielen Fällen die Versteifung beheben. Während des Eingriffs lösen wir die vorhandenen Verklebungen und Verwachsungen. Sofern erforderlich, erweitern wir die geschrumpfte Gelenkkapsel.
Bei einer Nervenkompression der Schulter werden Nerven im Bereich der Schulter durch umliegende Strukturen wie Muskeln, Bänder oder Knochen eingeklemmt oder komprimiert. Da der Schulternerv die Schultermuskulatur versorgt, kommt es zu anhaltenden ziehenden Schmerzen, Taubheit, Kribbeln und Schwäche im Arm und in der Hand. Im späteren Verlauf können auch der Abbau der Schultermuskulatur sowie eine Einschränkung der Schulterfunktion hinzukommen.
Greifen konservative Therapien nicht, kann ein arthroskopischer Eingriff den Nerv entlasten. Im Rahmen der Operation öffnen wir die Ausstülpungen der Schultergelenkkapsel und beheben den Engpass entlang des Schulternervs.
Kontakt aufnehmen
IsarOrthoCenter
Lachnerstraße 1
80639 München
