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Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur
Eine Ruptur der Rotatorenmanschette kann konservativ oder operativ behandelt werden. Welche Therapie die bestmögliche ist, hängt von der Rupturgröße, dem Alter und den individuellen Beschwerden ab.
Konservative Therapie
Bei kleinen Sehnenrissen kann häufig zunächst auf eine Operation verzichtet werden. Ziel der Behandlung ist dann, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Schulter möglichst gut zu erhalten.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Physiotherapie. Durch gezielte Übungen wird die Muskulatur gestärkt und Fehlbewegungen werden vermieden. Bei Bedarf können vorübergehend entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Außerdem kann es sinnvoll sein, Tätigkeiten, die Schmerzen auslösen, für eine Zeit zu reduzieren oder zu vermeiden.
Ergänzend kann auch Akupunktur helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Schulter zu verbessern.
Operative Therapie
Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn sich Beschwerden bei kleineren Sehnenrissen trotz Behandlung nicht bessern oder wenn die Sehne vollständig gerissen ist. Auch wenn die Schulter deutlich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt ist oder bestimmte Bewegungen nicht mehr richtig ausgeführt werden können, kann ein operativer Eingriff notwendig werden.
Ziel der Operation ist es, die normale Funktion der Schulter wiederherzustellen. Dafür wird die gerissene Sehne so rekonstruiert, dass die Muskeln der sogenannten Rotatorenmanschette wieder gut zusammenarbeiten und die Schulter sich möglichst frei bewegen lässt.
Nach der Operation spielt die Physiotherapie eine wichtige Rolle. Sobald die Schulter passiv bewegt werden darf, kann bereits ab der ersten Woche zusätzlich eine motorisierte Bewegungsschiene (CPM) eingesetzt werden. Diese unterstützt eine schonende Bewegung der Schulter und fördert die Heilung

OP-Technik
Bei der Operation befestigen wir die gerissene Sehne wieder am Oberarmknochen. Meist erfolgt dies minimal-invasiv im Rahmen einer arthroskopischen Operation. Dabei wird die Schulter über kleine Zugänge mit einer Kamera und feinen Instrumenten behandelt. Für Sie als Patient bedeutet das weniger Schmerzen nach der Operation, eine schnellere Erholung und nur kleine, unauffällige Narben. Gleichzeitig können wir während der Operation das gesamte Schultergelenk genau beurteilen und eventuell vorhandene Begleitverletzungen – etwa an weiteren Sehnen – direkt mitbehandeln.
Nur selten ist es notwendig, den Eingriff durch einen kleinen zusätzlichen Schnitt zu unterstützen (sogenanntes arthroskopisch begleitetes Mini-Open-Verfahren). In jedem Fall achten wir auf eine besonders gewebeschonende Operationstechnik. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Sehne gut einheilen kann und die Schulter möglichst schnell wieder schmerzfrei beweglich wird.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Während der Einheilungsphase wird die Schulter mit einer speziellen Bandage ruhiggestellt. Welche Bandage verwendet wird, hängt davon ab, welche Sehne betroffen ist. Die Versorgung mit der passenden Bandage organisieren wir bereits vor der Operation.
Direkt nach der Operation beginnt eine gezielte Nachbehandlung mit manueller Therapie. Jede Patientin und jeder Patient erhält von uns dafür ein individuell abgestimmtes Nachbehandlungsschema. Darin ist genau festgelegt, wann welche Schritte der Therapie erfolgen – von der manuellen Therapie bis zur Physiotherapie. Die Behandlung wird dabei eng mit Ihrem Therapeuten abgestimmt.
Unser Ziel ist es, die Beweglichkeit und Funktion der Schulter möglichst schnell und vollständig wiederherzustellen. Wenn Sie sportlich aktiv sind, möchten wir Ihnen auch die Rückkehr zu Ihrem bisherigen Leistungsniveau ermöglichen („return to sports same level“). In der Regel kann das Schultergelenk nach etwa sechs Monaten wieder vollständig belastet werden, auch bei Kontaktsportarten.